Sommertour 2019 Bericht

Bericht von Helen Gut

Für uns Veloclübler sind die drei schönsten Tage im Jahr die Sommertour an einen schönen Ort in der Schweiz oder im nahen Ausland. Dieses Jahr war unser Ziel Murten, ein kleines, mittelalterliches Städtchen, am Südufer des gleichnamigen Sees.

Das Wetter stimmte wie gewohnt und ein bisschen nervös waren wir auch dieses Jahr wieder. Der Start bei der Tellenschür war noch ruhig, doch schon bald nahmen wir Tempo auf und es rollte wie von selbst Richtung Sempach. Beim Kreisel hoben wir noch schnell die Hand für einen Gruss an unser Gspändli, das leider verletzungshalber nicht mitkommen konnte. Entlang dem Sempachersee und weiter ging es ins Luzerner Hinterland mit seinen lieblichen Hügeln. Die Aussicht auf die Berge im Süden war noch frei, doch vom Westen verhiessen die Wolken nichts Gutes. Wir versuchten dem Regen auszuweichen doch einige Tropfen erwischten uns trotz kräftigem Pedalen doch noch. Nach dem Kaffeehalt in Melchnau waren unsere Kleider wieder trocken und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich auch schon wieder. Die schönen Bauernhäuser mit den grossen Dächern und den prächtigen Blumen verrieten uns, dass wir uns bereits auf Berner Boden befanden. Da wir meistens auf Nebenstrassen radelten, mussten wir uns nicht nur auf den Verkehr konzentrieren, sondern konnten die schöne Landschaft auch geniessen. Das Terrain wurde flacher und unser Blick schweifte über riesige Felder mit Salaten und Gemüsen. Der intensive Duft des Lauchs blieb uns noch eine Weile in der Nase hängen. Bei der Ankunft in unserem Hotel vor dem Tor zur Altstadt von Murten genehmigten wir uns zuerst ein kühles Bier und erholten uns ein wenig, damit wir am Abend noch durch die schönen Altstadt-Gassen und die gemütlichen Laubengänge schlendern konnten.

Die Tour am zweiten Tag führte uns auf Nebenstrassen durch viele kleine Orte mit so schönen Namen wie Guschelmuth. Da wir uns auf der deutsch-französischen Sprachgrenze befanden, wurden wir mal mit Bonjour oder wieder mit Grüezi begrüsst. Im mittelalterlichen Städtchen Laupen, am Zusammenfluss von Sense und Saane machten wir Pause und bestaunten die gut erhaltenen Gebäude. Beim Wohlensee hätten wir am liebsten ein kühles Bad genommen, doch die Fahrt ging weiter über Höhen mit herrlichem Blick auf die Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Aarberg, mit der über 400 Jahre alten Brücke bestaunten wir schon am Vortag und das nächste Mal machen wir bestimmt länger Halt in diesem historischen Städtchen. Der letzte Höhepunkt auf dieser Tour war der Mont Vully, ein Hügelzug zwischen Murten-, Bieler und Neuenburgersee gelegen.

Am dritten Tag hiess es die Heimfahrt antreten. Nach einem kleinen Aufstieg gleich nach dem Start der letzten Tour genossen wir nochmals die wunderschöne Aussicht auf die Berner Alpen. Wir kamen gut vorwärts, in Wichtrach machten wir Kaffeehalt, denn nachher begann bereits der Aufstieg nach Linden und weiter auf den Schallenberg. Von weitem sahen wir noch den Hausberg von Thun, das Stockhorn. Nach einem kurzen Halt auf der Passhöhe richteten wir den Blick auf die uns bekannte Schrattenfluh und freuten uns auf die Abfahrt nach Schangnau. Nach der Mittagspause radelten wir mit flottem Tempo durchs Entlebuch. Von Wohlhusen über Buttisholz nach Nottwil erreichten wir den Sempachersee. Den letzten Aufstieg nach Rain schafften wir problemlos und beim Abschiedsbier bei Roli konnten wir auf eine wunderschöne, unfallfreie, tolle Sommertour 2019 anstossen.

Ganz herzlichen Dank an Rita und Toni, sie haben uns sicher durch die drei Tage geführt Ein grosses Dankeschön geht auch an Adi, unseren Präsidenten, der für den Gepäcktransport und Hotelreservierung verantwortlich war. Danke an alle, die mitgekommen sind und zu dem unvergesslichen Erlebnis beigetragen haben.

weitere Fotos http://veloclub-rain.ch/gallerie/album/45-sommertour2019