Bikeweekend 2019 Bericht

Das Wetter vom Wochenende des 7./8. September hätten wohl viele als, sagen wir mal „Sauwetter“ bezeichnet. Doch wir vom Veloclub sind Optimisten und sagten, ideales Bikewetter. Unser Optimismus wurde am Samstagmorgen bereits belohnt. Als wir zur Tour Rund um die Schrattenfluh starteten hatten sich die Nebelfelder bereits verzogen. Das Wetter war kein Thema mehr, denn es warteten ganz andere Herausforderungen auf uns.

Der fiese Rostnagel, der in den Steinen des Wanderweges lauerte, musste auf den letzten Fahrer der Gruppe warten. Es brauchte schon ein Biker wie Roli, der ihn dann präzise traf und mit einem Platten belohnt wurde. Doch kein Problem, die Panne wurde schnell behoben und die Abfahrt ging weiter. Die ersten Schweissperlen flossen erst beim Aufstieg auf den Hilferepass, noch bevor  die nächste Challenge auf uns wartete. Wie überquere ich ein nasses, glitschiges, schmales Holzbrüggli ohne in den Bach zu fallen? Es gab viele Varianten, aber am elegantesten sah es bei Thomi aus. Er trug sein Bike wie eine schicke Handtasche und überquerte den Steg ohne Mühe. Auf den nächsten Abschnitten schlug das Bikerherz noch etwas höher. Rasante Abfahrten, wo der Dreck nur so herum spritzte, Haarnadelkurven, herausfordernde Gegensteigungen, Bachüberquerungen es machte ganz einfach Spass. Bei der Ankunft im Kemmeribodenbad erwartete uns bereits die Wandergruppe im schönen Stübli zum gemeinsamen Mittagessen. Obwohl wir recht schmutzig waren, wurden wir herzlich bedient und weil wir wohl so hungrig aussahen gab es reichlich Supplement. Gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging stetig etwas bergauf, doch beim Plaudern mit den Gspändli merkte man die Anstrengung gar nicht. Da kam der Steinhaufen kurz vor der Rossweid genau richtig, endlich wieder eine Herausforderung. Wer kann ihn überqueren ohne herunterzufallen? Der Ehrgeiz des Jüngsten im Bunde, mittlerweile auch über zwanzig, war angestachelt.  Als Marianne dem Erstüberquerer auch noch ein Bier versprach war Andreas nicht mehr zu halten und schaffte es schon beim zweiten Versuch. Bei der letzten Abfahrt von der Rossweid hinunter zur Schwand zeigte sich sogar die Sonne ein wenig und ein perfekter Biketag neigte sich dem Ende entgegen.

Der Sonntag meinte es dann nicht mehr so gnädig mit uns. Es regnete in Strömen und auch die Temperaturen näherten  sich langsam der Schneefallgrenze. Diejenigen, die Wanderschuhe dabei hatten, machten sich auf zu einer Wanderung und die anderen verabschiedeten sich mit den schönen Erinnerungen des Vortages. Aber irgendwie hatte Petrus doch wieder Erbarmen mit uns. Der Regen hörte schon bald auf und wir konnten die Regenschirme schliessen. Jetzt zeigte sich, wie vielseitig ein Biker sein kann. Anstatt mit den Velos die schönsten Trails befahren, suchten wir plötzlich unter jeder Tanne Pilze. Paul, Roli und Pia sind ausgezeichnete Pilzkenner und lehrten uns einiges über sie. Wir staunten nur so, wie viele, verschiedene Pilze es überhaupt gibt und waren total fasziniert von diesem Hobby. Die Zeit verging wie im Fluge und als wir uns wieder der Rossweid näherten, guckte doch tatsächlich die Sonne hinter den Wolken hervor. Wir wanderten aber zurück zur Schwand und stärkten uns mit einer Suppe. Als der Regen wieder auf das Dach prasselte störte uns das nicht mehr sonderlich, wir waren im Trockenen und hatten auch an diesem Tag einiges erlebt.

Es war einmal mehr ein tolles Bike- und Wanderweekend in einer herrlichen Berglandschaft ohne nennenswerte Stürze. Herzlichen Dank an alle, die mitgekommen sind, es hat Spass gemacht mit euch. Ein ganz grosses Dankeschön geht an Adi für die Organisation des Weekends und an Marianne&Rita für die perfekte Tourenleitung.

Video unter http://veloclub-rain.ch/sport/bike

Fotos unter http://veloclub-rain.ch/gallerie/album/46-bikeweekend-2019