Sommertour2020 Bericht

Ein bisschen nervös wie immer, aber mit grosser Vorfreude starteten wir unsere Sommertour 2020 beim Clublokal in der Telle. Die Strassen waren trocken, die Temperatur sehr angenehm, die Stimmung locker, die Velos rollten fast von alleine Richtung Ballwil und weiter durchs Freiamt, der Start war gelungen. Wir kamen an Orten vorbei mit Namen wie Aesch, Sulz, Horben, ja sogar ein Eigenthal durchquerten wir. Doch mit Rita an der Spitze, wussten wir, es geht nicht zurück ins Seetal. Auf einer Anhöhe in der Nähe von Kloten, beim Rest. Geerlisburg machten wir Mittagshalt.

Das Donnern in der Nähe kam zum Glück nicht von einem nahenden Gewitter, sondern das waren die startenden und landenden  Flugzeuge in Kloten. Unsere Reise ging weiter, vorbei am Kloster Fahr, der Kartause Ittingen und  im Schritttempo durchquerten wir das Altstädtchen Stein am Rhein mit seinen historischen Bauten. Die letzten 15 km entlang dem Rhein waren trotz oder vielleicht auch wegen  den paar Regentropfen schnell zurückgelegt. An unserem Ziel in Gailingen/DE, nach 125 km mit 1500 hm gönnten wir uns das verdiente Bier bereits wieder auf der Sonnenterrasse.

Die zweite Etappe führte uns rund um den Ueberlingersee. Bei leichten Nieselregen, aber gut erholt vom ersten Tag, starteten wir die Ausfahrt. Zum Glück wurde es aber bald wieder trocken und wir konnten die Fahrt durch die Baumanlagen und die verschlafenen Dörfer wieder richtig geniessen. Beim Kaffeehalt am Ufer des Ueberlingersees hatten wir sogar Zeit für ein paar Schnappschüsse mit einheimischen Schönheiten. Damit wir nicht um den ganzen Bodensee radeln mussten, bestiegen wir nach dem Mittagshalt im malerischen Städtchen Meersburg die Fähre nach Konstanz. Auf dem bekannten Bodenseeradweg  ging die Fahrt weiter. Damit es uns aber nicht langweilig wurde, fand Rita noch einen Hügel, bevor wir wieder an unseren Ausgangspunkt gelangten. Auf das Bier nach der Ausfahrt mussten wir verzichten, denn wir haben dem Italiener, der uns schon am Vorabend verwöhnte, versprochen, dass wir nochmals bei ihm essen. Auf der Terrasse erwarteten uns die Kellner bereits mit dem Prosecco der uns der Inhaber zur Begrüssung offerierte. Es wurde ein weiterer gemütlicher Abend mit feinem Essen, gutem Wein und ausgelassener  Stimmung.

Dass am Vorabend einige von uns noch länger unterwegs waren, merkte man am nächsten Tag nicht. Die ersten flachen Kilometer legten wir im forschen Tempo zurück. Es rollte wunderbar entlang von Bächen und Feldern. In Schaffhausen warfen wir schnell einen Blick auf den Munot und schon hatten wir die Stadt passiert. Die Challenge auf den Küssaberg hat Roli trotz Abkürzung knapp nicht gewonnen. In Bad Zurzach überquerten wir zum letzten Mal die Grenze und befanden uns wieder auf heimischen Boden. Nun folgte der schönste Teil der Tour, die Genussstrasse von Böttstein nach Mandach mit der bekannten Linde von Linn, ein Kraftort. Die Kraft, die wir bei der Linde getankt hatten, brauchten wir für die anschliessende steile  Abfahrt die über einen Kiesweg führte. Entlang des Hallwiler- und Baldeggersees kamen wir wohl behalten wieder in Rain an.

Es waren einmal mehr drei wunderbare, unbeschwerte, unfallfreie Tage auf unseren Rennrädern. Wir haben viel gesehen und erlebt. Danke an Rita, die diese Tour wieder perfekt vorbereitet hat. Herzlichen Dank auch an Adi, der für den Gepäcktransport, die Reservationen in Restaurants und Hotel schaut. Danke den Fahrern die vorne fuhren und sich dem Wind stellten, ihr habt das super gemacht, so macht es einfach Spass, wenn die Gruppe harmoniert. Danke allen dass ihr mitgekommen seid und zu diesem unvergesslichen Erlebnis beigetragen habt.

Fotos: http://veloclub-rain.ch/gallerie/album/53-sommertour2020