BikeWeekend Unteriberg 2020

Bericht von Helen Gut

Schnee  bis 1000 m.ü.M., Kälteeinbruch, ergiebige Niederschläge, das waren die Wetterprognosen für unser BikeWeekend. Bei einigen von uns kamen Zweifel auf, geht man bei diesem Wetter wirklich nach draussen? Natürlich geht man, sagten Marianne und Rita und es war klar, das Bikeweekend findet statt.

Eine kleine Gruppe traf sich bereits am Freitagabend im Hotel Rösslipost in Unteriberg. Zu Fuss und bei strömenden Regen begaben wir uns zum Campingplatz, wo uns Werner und Margrit in ihrem  Wohnwagen bereits erwarteten.  Das Feuer im Schwedenofen wärmte uns wieder auf, der Weisswein zum Apero sorgte für eine lockere Stimmung, die feinen Grilladen stärkten uns für den nächsten Tag und mit einem sensationellen Dessertteller ging ein gemütlicher Abend zu Ende.

Frisch verschneite Berge, Regen und kalte Luft, nein, das ist nicht Bikewetter. Wir einigten uns schnell, der Samstag wurde zum Wandertag. Mit der Kappe weit über die Ohren gezogen, wagten wir uns hinaus. Im Wald auf dem Weg nach Oberiberg waren wir vom Wind und Wetter geschützt. Bei der Lourdesgrotte machten wir kurz Halt und zündeten eine Kerze an. Nach dem Kaffeehalt in Oberiberg sahen wir unser Ziel bereits weit oben, der Adlerhorst. Mit dem Regen war es vorbei, jetzt schneite es. Wir kämpften uns durch den Schnee, der immer tiefer wurde. Wir sahen die Spuren von Philipp und Thomas, die es wagten mit dem Bike hinauf zu fahren. Als wir oben ankamen, sassen die Beiden mit einem breiten Lachen bereits im Restaurant. Der Abstieg nach der ausgiebigen Mittagspause verlief dann nicht mehr ganz so glimpflich. Ob es am Schnee lag oder am Hüttenkaffee, weiss man nicht so genau. Hauptsache wir sind wieder wohl behalten im Hotel angekommen, wo uns weitere Veloclübler erwarteten. Die Truppe war nun komplett, es gab viel zu erzählen, ein gemütlicher Abend nahm seinen Lauf.

Der Sonntag zeigte sich dann von der ganz passablen Seite. Es war zwar kalt, aber trocken. Als sich sogar einzelne Sonnenstrahlen durch die Wolken zwängten, gab es kein Halten mehr. Doch schon kurz nach dem Start, als wir über eine kleine Hängebrücke fuhren gab es einige Zweifel. Haben wir am Vorabend zu viel getrunken oder gab es bereits die ersten Plattfüsse? Weder noch, über eine schwankende Brücke zu fahren ist definitiv eine Herausforderung, geradeaus fahren, praktisch unmöglich! Die Fahrt ging weiter durch verschneite Wälder, wir sausten Hänge hinunter,  kurze Singletrails sorgten für Abwechslung und Showeinlage mit harmlosem Sturz. In Einsiedeln war Fototermin und Kaffeepause.  Kaum wieder richtig eingefahren gönnten wir uns ein feines Mittagessen im Restaurant mit Blick auf den Sihlsee. Auf den letzten Kilometern gaben wir nochmals  zünftig Gas, damit alle nochmals so richtig ins Schwitzen kamen.  Zurück in Unteriberg gönnten wir uns ein letzter Abschiedstrunk und waren überzeugt, trotz miesem Wetter war es ein gelungenes BikeWeekend.

Herzlichen Dank an alle, die mitgekommen sind, es hat einmal mehr Spass gemacht mit euch. Ein ganz grosses Dankeschön geht an Adi für die Organisation des Weekends und an Marianne für die perfekte, flexible Tourenleitung. Werner und Margrit danken wir für die grosszügige Gastfreundschaft.